Auf der Suche nach den Planeten

Aussicht von der Gisliflue in Richtung Westen

Ende Februar gab es ja die seltene Planetenkonstellation, bei der sechs Planeten auf einmal sichtbar waren. Vor dem 2. März konnte ich es aber nicht schaffen. Da war mal das Wetter, aber auch terminliche Einschränkungen. So habe ich doch noch mein Glück versucht.

Wo, so die Frage, soll ich das Spektakel beobachten? Die nächste Erhebung, die freie Sicht nach Westen erlaubt, ist die Gisliflue. Eine alte Bekannte. Doch leider war die Sicht nach Westen nicht so toll wie gehofft. Bewölkung und Dunst verdeckten mir die Sicht auf die erdnahen Planeten.

Langzeitbelichtung auf Stativ. Verwackelte Schönheit. 230 mm, f/7.1, 12 s.

Dafür konnte ich mit anderen Dingen experimentieren. Zum Beispiel mit Langzeitbelichtungen. Eigentlich wollte ich nicht verwackeln, aber passiert ist es trotz Stativ. Zuerst habe ich mich geärgert, doch dann war ich verzaubert vom Bild.

Aarau in der Dämmerung. ¹⁄₅ s, f/1.4, 75 mm, ISO 5000. In Lightroom um 1.3 EV aufgehellt.

Die Stimmung dort oben war trotz dem planetarischen Miserfolg wunderbar. Zu Beginn waren noch etwa drei Personen oben. Mit fortschreitender Dunkelheit gingen die dann. Ich konnte die Ruhe geniessen, mit dem Blick auf die Lichter weiter unten.

Mondschein im Wald. 23 mm, ⅓ s, f/1.4, ISO 12800

Auf dem Abstieg nach Biberstein leuchtete mir der Mond den Weg. Das war die Gelegenheit, einmal auszuprobieren, was mein Sensor in der Kamera so hergibt. Dieses Bild entstand aus der freien Hand. Eine Drittelsekunde ist natürlich länger als was der eingebaute Bildstabilisator eingentlich zu kompensieren vermag. Aber trotzdem. Das Ergebnis lässt sich sehen. Klar: Das Stativ war ja dabei. Das hätte ich technisch besser hingekriegt. Das war aber nicht mein Ziel. Das Ergebnis geht eigentlich in die Kategorie „Nachtsichtgerät“, denn das Bild stellt mehr dar als was ich mit blossem Auge erkennen konnte. Die Stimmung wird gut getroffen: Die langen, kontrastreichen Schatten.


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